Vegane Hefe-Weckchen auf Okara-Basis

Da ich regelmäßig Tofu selbst herstelle, habe ich fast immer Okara im Kühlschrank. Und probiere damit immer neue Rezepte aus. Einer meiner Favoriten, stelle ich dir heute vor.

ergibt:

20 Weckchen

Dauer:

3 Std.

Level:

einfach

Einführung

Hefeweckchen und Okara – eine Liebesgeschichte

von Yvonne Kraus

Wann immer mein Mann und ich mit dem Auto in den Urlaub gefahren sind (unsere liebste Art zu reisen – Roadtrip, yeah!), hatten wir für die Fahrt Hefeweckchen dabei. Die konnte ich schnell beim Bäcker um die Ecke kaufen, sie hielten sich lange und irgendwann während der Fahrt war immer der beste Zeitpunkt für Hefeweckchen gekommen.

Bis ich vegan wurde.

Beim Bäcker um die Ecke ist zwar selbstverständlich das Brot vegan, aber in den Hefeweckchen sind Milch und Eier drin. Deswegen heißen sie ja auch in manchen Regionen Milchbrötchen.

Also, Roadtrip-Snack adé.

Aber auch hier hilft die Standardlösung für Veganer*innen: selbermachen!

Ich habe in den letzten Jahren sicher zehn verschiedene Rezepte für vegane Hefeweckchen ausprobiert, bis ich auf die Idee gekommen bin, dass Okara hier die perfekte Ergänzung wäre. Denn Okara hat bindende Eigenschaften wie Eier, macht Teige schön fluffig und ist außerdem schon selbst so etwas wie ein Teig.

Und was soll ich sagen: Die Weckchen sind perfekt, genauso wie wir sie mögen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Zutaten

  • ca. 500 g Okara
  • ca. 400 g Mehl
  • 100 ml lauwarme Hafermilch (oder andere vegane Milchalternative)
  • 50 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe oder 1 Würfel frische Hefe

Außerdem:

Wenn du mit Okara arbeitest, musst du dich leider von ganz genauen Mengenangaben verabschieden. Das Ziel hier ist ein fester und geschmeidiger Hefeteig, den du gut zu Weckchen formen kannst.

Je nachdem, wie viel Wasser dein Okara noch enthält, musst du mehr oder weniger Mehl zufügen.

Du musst aber keine Sorge haben, dass du hier etwaas falsch machst. Du merkst, ob der Teig gut ist, wenn du ihn mit den Händen eindrücken kannst und er die Form kurz hält, bevor er wieder seine ursprüngliche Form annimmt.

 

Wie kommst du an Okara?

Okara ist ein Beiprodukt, das übrigbleibt, wenn du Sojamilch selbst herstellst. Ich habe es auch schon in einem Bio-Supermarkt in Frankreich gesehen, aber das ist wahrscheinlich keine Option für dich.

Mein Tipp: Hier gibt’s ein gutes Rezept für vegane Hefeweckchen ganz ohne Okara.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1

Mische die Hafermilch, den Zucker und die Hefe in einer Schüssel und lasse das Gemisch etwa zwanzig Minuten lang bei Zimmertemperatur stehen.

Schritt 2

Wenn die Hefemilch etwas aufgegangen ist, mischst du sie mit den restlichen Zutaten zusammen. Wenn der Teig noch zu feucht ist, gibst du einfach mehr Mehl dazu. Alles gut durchkneten.

Schritt 3

Den fertigen Teig lässt du etwa zwei Stunden an einem warmen Ort gehen.

Schritt 4

Nach dem Gehen knetest du den Teig noch einmal gut durch und teilst ihn in gleich große Stücke. Ich nehme dazu eine Waage und wiege pro Weckchen 40 Gramm Teig ab.

Schritt 5

Die Teigstücke formst du so, wie du sie haben möchtest. Du kannst runde oder längliche Brötchen machen. Die Brötchen setzt du auf ein Backblech, das du mit einem Backpapier ausgelegt hast.

Schritt 6

Ich persönlich mag gerne die länglichen Weckchen, die an der Seite zusammengebacken sind. Dafür brauchst du einen Backrahmen, den du an den Seiten einfettest und auf das Backblech stellst. Wenn die Brötchen zusammenbacken sollen, setzt du sie mit einem Abstand von etwa 1 cm aufs Blech.

Schritt 7

Bevor du die veganen Milchbrötchen backst, lässt du sie noch einmal 20 Minuten auf dem Blech gehen. Anschließend streichst du die Oberfläche mit Hafermilch ein.

Schritt 8

Die Brötchen backst du dann bei 180° Umluft (oder 200° Ober- und Unterhitze) für 30 Minuten. Wenn sie goldbraun sind, sind sie fertig.

Kurz abkühlen lassen und genießen!

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