Okara ist eines der Nebenprodukte, die man quasi geschenkt bekommt, sobald man Sojamilch oder Tofu herstellt. Es ist der Brei, der nach dem Abseihen der Milch übrigbleibt – also im Grunde nichts anderes als gemahlene und gekochte Sojabohnen.

Dieser Brei ist fluffig und leicht und lässt sich zu allen möglichen Dingen verarbeiten. Seine Eigenschaften erinnern an eine Mischung aus Ei und Mehl, und genau da kann man bei der Suche nach einer sinnvollen Verwendung für Okara ansetzen. Eins meiner Lieblingsrezepte ist der Okara-Zwieback, der besonders leicht und knusprig schmeckt.

Zwieback ist nichts anderes als ein leicht gesüßtes Hefebrot, das auf Scheiben geschnitten und so noch ein zweites Mal gebacken wird. Wie Toast, nur knuspriger und süßer.

Ich mochte schon als Kind gerne Zwieback. Da ich gerade Süßigkeiten faste, bin ich außerdem ständig auf der Suche nach Dingen, die süß sind, aber großzügig ausgelegt nicht unbedingt in die Rubrik „Süßigkeiten“ fallen. Und da ist mein Zwieback-Rezept genau das Richtige.

Worauf ihr achten müsst, wenn ihr Okara verwendet

Ich habe Okara zwar auch schon mal im Bio-Supermarkt in Frankreich gesehen, wo man es gekühlt kaufen konnte, und ich weiß auch, dass es mittlerweile getrocknetes Okara gibt. Wahrscheinlich werdet ihr aber das Okara verwenden, das ihr gewonnen habt, als ihr Tofu oder Sojamilch gemacht habt. Und welche Eigenschaften das hat, ist ein bisschen vom Zufall abhängig. Und von eurer „Produktionsweise“.

Vor allem unterscheidet sich Okara im Feuchtigkeitsgrad. Je mehr du es auspresst, desto trockener ist es natürlich. Mein Okara hat normalerweise die Konsistenz von Kartoffelpüree – dem angerührten aus der Packung. Wenn ihr merkt, dass die Masse, die ihr mit dem Okara herstellt, zu feucht ist, könnt ihr einfach Mehl oder Stärke hinzufügen. Ist sie zu trocken, helfen Wasser oder Sojamilch.

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Okara-Zwieback

Zwieback aus Sojamehl
Zubereitungszeit20 Min.
Wartezeit3 Std. 30 Min.

Equipment

  • Schüssel
  • Löffel
  • Brotmesser
  • Kastenform
  • Backblech
  • Backpapier

Zutaten

  • 350 g Okara je nach Feuchtigkeit mehr oder weniger
  • 250 g Weizenmehl
  • 100 g Margarine + Margarine für die Backform
  • 70 g Ahornsirup
  • 50 ml Sojamilch
  • 1/2 Würfel Hefe

Anleitung

  • Die Sojamilch leicht erwärmen. Das geht zum Beispiel gut in der Mikrowelle. Ahornsirup und Hefe dazu geben, gut verrühren und eine Viertelstunde stehen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Margarine schmelzen.
  • Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Löffel vermischen. Der Teig bleibt relativ locker und fluffig.
    Es wird kein "fester" Teig, wie man das von Hefeteigen kennt, und das ist genau richtig so.
    Wenn er dennoch zu flüssig ist, liegt das am Okara. Dann einfach ein bisschen Mehl hinzufügen.
  • Den Teig zwei Stunden gehen lassen.
  • Eine Kastenform mit Margarine einfetten und den Herd auf 160° Umluft vorheizen.
  • Den Teig mit dem Löffel in die Form füllen und leicht andrücken, sodass eine flache Oberfläche entsteht.
  • Für 30 Minuten backen. Dann Stäbchenprobe machen (mit einem Holz- oder Metallstab prüfen, ob das Brot innen noch feucht ist) und herausnehmen. Etwas abkühlen lassen.
  • Das Brot auf 1-2 cm dünne Scheiben schneiden. Von jeder Seite noch einmal 20-30 Minuten im Ofen backen. Abkühlen lassen und genießen.


1 Comment

  1. 5 stars
    Sehr spannend, bis eben wusste ich nicht mal, was Okara ist. 🙂 Ich würde mich extrem über weitere Okara-Backrezepte freuen.

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