Category

Vegane Rezepte

Category

Okara ist eines der Nebenprodukte, die man quasi geschenkt bekommt, sobald man Sojamilch oder Tofu herstellt. Es ist der Brei, der nach dem Abseihen der Milch übrigbleibt – also im Grunde nichts anderes als gemahlene und gekochte Sojabohnen.

Dieser Brei ist fluffig und leicht und lässt sich zu allen möglichen Dingen verarbeiten. Seine Eigenschaften erinnern an eine Mischung aus Ei und Mehl, und genau da kann man bei der Suche nach einer sinnvollen Verwendung für Okara ansetzen. Eins meiner Lieblingsrezepte ist der Okara-Zwieback, der besonders leicht und knusprig schmeckt.

Zwieback ist nichts anderes als ein leicht gesüßtes Hefebrot, das auf Scheiben geschnitten und so noch ein zweites Mal gebacken wird. Wie Toast, nur knuspriger und süßer.

Ich mochte schon als Kind gerne Zwieback. Da ich gerade Süßigkeiten faste, bin ich außerdem ständig auf der Suche nach Dingen, die süß sind, aber großzügig ausgelegt nicht unbedingt in die Rubrik „Süßigkeiten“ fallen. Und da ist mein Zwieback-Rezept genau das Richtige.

Worauf ihr achten müsst, wenn ihr Okara verwendet

Ich habe Okara zwar auch schon mal im Bio-Supermarkt in Frankreich gesehen, wo man es gekühlt kaufen konnte, und ich weiß auch, dass es mittlerweile getrocknetes Okara gibt. Wahrscheinlich werdet ihr aber das Okara verwenden, das ihr gewonnen habt, als ihr Tofu oder Sojamilch gemacht habt. Und welche Eigenschaften das hat, ist ein bisschen vom Zufall abhängig. Und von eurer „Produktionsweise“.

Vor allem unterscheidet sich Okara im Feuchtigkeitsgrad. Je mehr du es auspresst, desto trockener ist es natürlich. Mein Okara hat normalerweise die Konsistenz von Kartoffelpüree – dem angerührten aus der Packung. Wenn ihr merkt, dass die Masse, die ihr mit dem Okara herstellt, zu feucht ist, könnt ihr einfach Mehl oder Stärke hinzufügen. Ist sie zu trocken, helfen Wasser oder Sojamilch.

Rezept drucken
5 von 1 Bewertung

Okara-Zwieback

Zwieback aus Sojamehl
Zubereitungszeit20 Min.
Wartezeit3 Std. 30 Min.

Equipment

  • Schüssel
  • Löffel
  • Brotmesser
  • Kastenform
  • Backblech
  • Backpapier

Zutaten

  • 350 g Okara je nach Feuchtigkeit mehr oder weniger
  • 250 g Weizenmehl
  • 100 g Margarine + Margarine für die Backform
  • 70 g Ahornsirup
  • 50 ml Sojamilch
  • 1/2 Würfel Hefe

Anleitung

  • Die Sojamilch leicht erwärmen. Das geht zum Beispiel gut in der Mikrowelle. Ahornsirup und Hefe dazu geben, gut verrühren und eine Viertelstunde stehen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Margarine schmelzen.
  • Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Löffel vermischen. Der Teig bleibt relativ locker und fluffig.
    Es wird kein "fester" Teig, wie man das von Hefeteigen kennt, und das ist genau richtig so.
    Wenn er dennoch zu flüssig ist, liegt das am Okara. Dann einfach ein bisschen Mehl hinzufügen.
  • Den Teig zwei Stunden gehen lassen.
  • Eine Kastenform mit Margarine einfetten und den Herd auf 160° Umluft vorheizen.
  • Den Teig mit dem Löffel in die Form füllen und leicht andrücken, sodass eine flache Oberfläche entsteht.
  • Für 30 Minuten backen. Dann Stäbchenprobe machen (mit einem Holz- oder Metallstab prüfen, ob das Brot innen noch feucht ist) und herausnehmen. Etwas abkühlen lassen.
  • Das Brot auf 1-2 cm dünne Scheiben schneiden. Von jeder Seite noch einmal 20-30 Minuten im Ofen backen. Abkühlen lassen und genießen.


Ich liebe Hafermilch. Vor allem im Kaffee. Und natürlich gibt’s da Qualitätsunterschiede. Mein Favorit war lange die Barista-Milch von Oatly (dicht gefolgt von Kölln Smelk). Und es hat mich immer genervt, dass ich zwar Soja- und Mandelmilch sehr gut selbst hinbekomme, aber eben keine Hafermilch.

Also habe ich vor ungefähr zwei Jahren (ja, wirklich) angefangen, etwas zu experimentieren. Mit Haferkörnern, Haferflocken, einem Enzym, das normalerweise beim Bierbrauen verwendet wird, und mit Malz. Und was soll ich sagen: Es war alles nicht so toll.

Das Problem mit dem Haferschleim

Das Problem an Hafer und vor allem an Haferflocken ist nämlich, dass aus ihnen innerhalb weniger Minuten eine schleimige Pampe entsteht, wenn man auch nur mit Wasser in ihre Nähe kommt. Das liegt an der enthaltenen Stärke und ist im Porridge lecker, aber nicht im Kaffee.

Das Enzym, das ich ausprobiert habe, hat diese Stärke in Zucker umgewandelt, weswegen die Milch süß wurde und nicht schleimte. Allerdings nur, wenn das Ganze exakt bei 60 ° eine Stunde lang erwärmt wurde, und naja, so hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Wie also verhindern, dass Hafer schleimt, ohne daraus eine Wissenschaft zu machen?

Die Lösung ist ganz einfach, und ich wundere mich wirklich, dass ich nicht früher darauf gekommen bin.

Sie lautet: Geschwindigkeit.

Man muss einfach sehr schnell arbeiten und den Hafer möglichst bald wieder aus der Milch herauskriegen.

Bei diesem Rezept ist es daher sehr wichtig, dass ihr wirklich schnell arbeitet. Das könnt ihr folgendermaßen erreichen:

  • Messt alle Zutaten vorher ab und stellt sie bereit.
  • Sorgt auch dafür, dass der Mixer, mit dem ihr die Hafermilch herstellt, sofort einsatzfähig ist. Am besten messt ihr das Wasser direkt im Aufsatz des Mixers ab, wenn das damit möglich ist.
  • Denkt auch an das Sieben: Sieb und Schüssel, in die gesiebt wird, sowie ein Löffel zum Rühren müssen ebenfalls zur Hand sein.
  • Die Haferflocken gebt ihr zuletzt in den Mixer, dann kommt der Deckel drauf und danach müsst ihr sofort auf höchster Stufe mixen. (Habe ich gesagt, dass ihr schnell sein müsst?)
  • Auf keinen Fall länger als 30 Sekunden mixen und anschließend sofort ins Sieb mit dem Ganzen.

Ich selbst benutze zum Sieben einfach ein feines Haarsieb und siebe die Milch dann mehrfach. Theoretisch könnt ihr auch durch ein Tuch abseihen. Der Nachteil daran ist aber, dass die Hafermischung länger im Tuch stehenbleibt, weil die Poren viel feiner sind als die vom Sieb. Dadurch wird das Ergebnis wieder schleimiger. Außerdem habt ihr anschließend ein fieses schleimiges Tuch, das ihr waschen müsst, und das will man ja auch nicht unbedingt. Sieben reicht daher meiner Meinung nach völlig aus, auch wenn die Milch dann nicht perfekt fein ist.

Wenn ihr das alles beachtet, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Mittlerweile trinke ich nur noch diese Hafermilch im Kaffee. Sie lässt sich sogar aufschäumen (dafür ist das Öl drin, denn nur mit entsprechendem Fettanteil schäumt der Haferdrink) und ist sehr schön sämig, aber nicht schleimig.

Da sich die festen Bestandteile der Milch im Kühlschrank absetzen, müsst ihr die Flasche immer ein bisschen schütteln, bevor ihr die Milch verwendet. Am besten lasst ihr sie dann noch ein paar Sekunden stehen, damit sich die gröberen Teile wieder absetzen.

Zum Backen eignet die Hafermilch sich leider nicht so gut. Dafür nehme ich eher Soja- oder Mandelmilch.

Rezept drucken
5 von 1 Bewertung

Hafermilch aus Haferflocken

Vorbereitungszeit3 Min.
Zubereitungszeit2 Min.

Equipment

  • guter Mixer
  • Schüssel
  • Sieb
  • leere Flaschen

Zutaten

  • 1,5 Liter Wasser
  • 150 g Haferflocken (zart)
  • 3-4 Datteln optional
  • 20 ml Sonnenblumenöl

Anleitung

  • Wasser, Datteln, Öl und Haferflocken im Mixer für maximal 30 Sekunden auf höchster Stufe mixen.
  • Sofort durch das Sieb geben. Mit einem Löffel vorsichtig rühren, um die Milch schneller abzuseihen. Den Rest aufheben – man kann ihn wie Porridge essen.
  • Noch ein bis zwei Mal sieben, bis nicht mehr viel Hafer zurückbleibt.
  • Fertige Hafermilch in Flaschen abfüllen und kalt stellen. Hält im Kühlschrank mehrere Tage.

Ich werfe ja gerne mit Superlativen um mich, ganz einfach, weil ich mich für tolle Dinge sehr gut begeistern kann. Das Rezept für veganen Frischkäse ist aber wirklich so einfach und das Ergebnis so lecker, dass die Superlative hier absolut gerechtfertigt sind. Ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn ihr es selbst ausprobiert habt.

Warum überhaupt veganen Frischkäse selbst machen?

Ich fand Frischkäse immer super. Lecker, cremig, passt zu quasi allem, man kann ihn total leicht variieren, indem man einfach ein paar Gewürze dazu gibt. Als ich vegan wurde, war ich natürlich froh, einige milchfreie Varianten im Supermarkt zu finden, auch wenn veganer Frischkäse ungefähr das Dreifache von dem kostet, was ich früher für Frischkäse aus Kuhmilch bezahlt habe. Aber das kannte ich mittlerweile schon.

Also zuhause mit großer Vorfreude die Packung aufgemacht, mit dem Messer rein und dann war es auch vorbei mit dem Spaß. Das meiste, das unter dem Label „veganer Frischkäse“ verkauft wird, ist eine feste, trockene Masse, die überhaupt nicht an das Original erinnert. Auch nicht geschmacklich. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber das vor allem bei den gewürzten Alternativen (zum Beispiel mit Paprika).

Also habe ich selbst ein bisschen herumprobiert. Und habe am Ende den perfekten veganen Frischkäse hergestellt, und zwar ganz einfach, günstig und mit nur einer Zutat. Das Ganze als Rezept zu bezeichnen, ist fast schon frech, aber ich tu’s trotzdem.

Denn die Rezepte, die ich selbst im Internet für veganen Frischkäse gefunden habe, hatten immer damit zu tun, Nüsse einzuweichen und zu mixen und Zitrone dazu zu tun, und am Ende schmeckte das Ganze zwar lecker, aber eher wie gemixte Nüsse mit Zitrone. Man braucht dafür einen Hochleistungsmixer, und selbst mit dem ist es echt nervig, Nüsse zu Creme zu verarbeiten. Und so richtig cremig wird es am Ende dann auch nicht.

Das ultimative „Rezept“ für veganen Frischkäse

Nach mehreren Versuchen habe ich mich daran erinnert, dass ich ja schon vor meiner Zeit als Veganerin ein Faible dafür hatte, Sachen selbst zu machen. Und Frischkäse ging ganz einfach: ein Becher Joghurt in ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb geben, das Sieb auf eine Schüssel hängen und das Ganze dann für ein bis zwei Tage im Kühlschrank abtropfen lassen. Und ich fragte mich, ob das wohl auch mit Sojajoghurt funktioniert.

Sich zu fragen reicht da natürlich nicht, also habe ich es gleich ausprobiert. Und siehe da: das Ergebnis ist ein super cremiger, leckerer und noch dazu günstiger veganer Frischkäse. Aus einem großen Becher Sojajoghurt, den es schon für 1,49 Euro gibt (teilweise noch günstiger, teurer als 1,99 Euro gibt’s wahrscheinlich nur im Hauptbahnhof) erhaltet ihr nach dem Abtropfen 300 g zartcremigen Frischkäse. Das soll erst mal einer nachmachen.

Die besten Ergebnisse habe ich mit zuckerfreiem Sojajoghurt erzielt. Der Soja-Eigengeschmack, der im Joghurt gerne durch Zucker überdeckt wird, kommt im Frischkäse kaum noch durch. Ich lasse den Joghurt ca. 36 Stunden lang abtropfen, das heißt, ich gebe ihn abends ins Sieb und am übernächsten Tag ist er morgens zum Frühstück fertig. 24 Stunden reichen zur Not auch, ich finde aber, die letzten 12 Stunden machen noch einmal einen Unterschied.

Die Flüssigkeit, die nach dem Abtropfen in der Schüssel zurückbleibt, ist übrigens Molke. Mit ein paar Früchten kann man daraus ein leckeres Getränk herstellen – da kommt dann auch wieder der Mixer zum Einsatz.

Drucken
5 von 1 Bewertung

Veganer Frischkäse

Das schnellste, günstigste und beste Rezept für veganen Frischkäse
Wartezeit1 Tag(e) 12 Std.
Arbeitszeit2 Min.

Equipment

  • Sieb
  • Tuch (Käsetuch, Küchentuch, Mulltuch)
  • Schüssel

Materials

  • 500 g Sojajoghurt, ungesüßt

Anleitung

  • Das Sieb über die Schüssel hängen und mit dem Tuch auslegen.
  • Joghurt in das Kuch geben und in den Kühlschrank stellen.
  • Nach 24 – 36 Stunden ist der vegane Frischkäse fertig.
  • Tipp: Mit Kräutern und Gewürzen lässt veganer Frischkäse sich zusätzlich aufpeppen.